Die Herstellung von Rosé-Champagner unterliegt den strengen Regeln der Appellation Champagne. Nach der Handlese werden die Trauben schonend in Horizontalpressen gepresst. Der Saft vergärt bei kontrollierten Temperaturen zu einem stillen Grundwein, der die Basis für die spätere Cuvée bildet. Zwei anerkannte Verfahren verleihen dem Champagner seine charakteristische Rosafarbe.
Rosé d'assemblage und Saignée-Méthode im Vergleich
Beim Rosé d'assemblage – dem in der Champagne vorherrschenden Verfahren – mischt der Kellermeister dem weißen Grundwein einen Anteil von fünf bis zwanzig Prozent stillem Rotwein aus der Champagne bei. Dieser Rotwein stammt zumeist aus Pinot Noir-Trauben der Montagne de Reims und bestimmt Farbe, Beerenaroma und Körper der Cuvée. Die Saignée-Méthode hingegen lässt den Most mehrere Stunden auf den Schalen roter Trauben ruhen, bis die gewünschte Farbtiefe erreicht ist. Saignée erzeugt intensivere Töne und kräftigere Fruchtaromen als die Assemblage.
Zweite Gärung, Reifung und Dégorgement
Nach der Assemblage wird dem Wein die Tirage-Lösung – eine Mischung aus Zucker und Hefe – zugegeben. Die Flaschen werden verkorkt und ruhen auf ihrer Hefe: Nicht-Jahrgangschampagner mindestens 15 Monate, Millésime-Rosés mindestens 36 Monate. Hochwertige Häuser wie Bollinger Rosé oder Krug Rosé dehnen diese Zeit deutlich aus. Das anschließende Rütteln sammelt die Hefe im Flaschenhals, das Dégorgement entfernt sie gefroren. Die abschließende Dosage – ein Gemisch aus Wein und Zucker – legt den Stil von Brut bis Demi-Sec fest, bevor die Flasche endgültig verkorkt wird.









