Das Champagner-Etikett enthält mehr Informationen als der erste Blick vermuten lässt. Wer die wichtigsten Angaben lesen kann, trifft beim Kauf deutlich bessere Entscheidungen. Pflichtangaben für den deutschen Markt sind: Handelsbezeichnung (Champagne), Zuckereinstufung (Brut, Sec etc.), Alkoholgehalt, Füllmenge, Losnummer und der Name des Abfüllers.
Die Produzentenkürzel: NM, RM, CM und mehr
Das Kürzel hinter der Zulassungsnummer verrät, wer den Champagner erzeugt hat. NM (Négociant-Manipulant) steht für ein Handelshaus, das Trauben oder Most zukauft – die meisten großen Marken wie Moët oder Krug sind NM. RM (Récoltant-Manipulant) kennzeichnet Winzerchampagner: der Erzeuger baut seine eigenen Trauben an und vinifiziert sie selbst. CM steht für eine Genossenschaft (Coopérative-Manipulant). Winzerchampagner (RM) gelten oft als terroirbetont und bieten häufig ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Zuckereinstufung, Jahrgang und Spezialangaben
Die Zuckerbezeichnung – von Brut Nature (unter 3 g/l) bis Doux (über 50 g/l) – verrät, wie trocken oder süß der Champagner schmeckt. Steht ein Jahrgang auf dem Etikett, handelt es sich um einen Millésime. Fehlt ein Jahr, ist es ein Nicht-Jahrgangschampagner (NV). Zusätzliche Bezeichnungen wie Blanc de Blancs, Blanc de Noirs oder Rosé beschreiben die Rebsortenzusammensetzung. Ein Prestige-Cuvée-Hinweis wie "R.D." (récemment dégorgé) oder ein spezifischer Cuvée-Name signalisiert die höchste Qualitätsstufe des Hauses.









