Eine Champagnerflasche öffnen gelingt am besten leise: Flasche gut gekühlt, Daumen auf dem Korken, und gedreht wird die Flasche, nicht der Korken. So bleibt der Druck unter Kontrolle, und der Rosé-Champagner landet im Glas statt auf dem Tisch.
Das Öffnen einer Champagnerflasche wirkt einfacher als es ist - und geht häufiger schief als nötig. Die häufigsten Fehler: den Drahtkorb zu früh ganz abnehmen, den Korken zu stark drücken oder die Flasche zu warm. Mit der richtigen Technik gelingt ein leises, kontrolliertes Entkorken ohne Peinlichkeit und ohne Verschwendung eines Tropfens Rosé-Champagner.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Kühlen Sie die Flasche vor dem Öffnen auf acht bis zehn Grad - kalter Champagner steht unter geringerem Druck. Schritt 2: Entfernen Sie die Folie am Hals. Schritt 3: Lösen Sie den Drahtkorb (sechs halbe Drehungen gegen den Uhrzeigersinn), ohne ihn ganz abzunehmen. Halten Sie dabei stets den Daumen auf den Korken. Schritt 4: Neigen Sie die Flasche in einem Winkel von 45 Grad und drehen Sie die Flasche langsam - nicht den Korken. Der Korken bleibt in der Hand, die Flasche dreht sich. Schritt 5: Sobald Sie den Gegendruck spüren, halten Sie den Korken fest und lassen ihn kontrolliert herausgleiten. Das Ziel ist ein leises Seufzen, kein lauter Knall.
Was tun wenn der Champagner überschäumt?
Überschäumen passiert fast immer, wenn die Flasche zu warm oder erschüttert ist. Sobald Rosé-Champagner beim Öffnen austritt, neigen Sie die Flasche sofort stärker und halten die Öffnung für eine Sekunde schräg nach unten, damit der Druck nachlässt. Schenken Sie in zwei Schritten ein: erst wenig einschenken, warten bis der Schaum nachlässt, dann auffüllen. Ein dünnes Glas leitet beim Einschenken weniger Wärme in den Champagner und erhält die Perlage länger.
Warum der Korken gefährlich sein kann
In einer Champagnerflasche herrscht ein hoher Innendruck, deutlich höher als in einem Autoreifen. Ein unkontrolliert herausschießender Korken kann deshalb Augenverletzungen verursachen. Die Flasche zeigt beim Öffnen immer in eine Richtung, in der sich niemand befindet, und weg von Lampen und Fenstern. Der Daumen bleibt auf dem Korken, sobald der Drahtkorb gelockert ist, denn der Korken kann sich in diesem Moment von selbst lösen.
Säbeln: Show mit Risiko
Das Sabrieren, also das Köpfen der Flasche mit einem Säbel oder einem schweren Messerrücken, gehört zu den spektakulären Traditionen rund um den Champagner. Der Schlag erfolgt entlang der Naht der Flasche gegen den Rand des Halses, wo das Glas am empfindlichsten ist. Die Technik erfordert Übung, eine gut gekühlte Flasche und viel Abstand zu anderen Personen; Glassplitter sind nicht ausgeschlossen. Für den Alltag bleibt das ruhige Öffnen mit der Hand die bessere Wahl.
Der richtige Moment und das passende Glas
Champagner sollte nach dem Transport einige Zeit ruhen, bevor er geöffnet wird, damit sich die Kohlensäure beruhigt. Geschüttelte Flaschen schäumen fast immer über. Beim Einschenken hält man das Glas leicht schräg und gießt langsam an der Wand entlang. Welche Form sich für Rosé-Champagner am besten eignet, erklärt der Vergleich Flöte oder Tulpe für Rosé-Champagner.
Was tun mit einem festsitzenden Korken?
Manche Korken sitzen sehr fest, vor allem bei älteren Flaschen. Ein kurzes Anwärmen des Flaschenhalses mit der Hand kann helfen, ebenso eine spezielle Champagnerzange, die den Korken sicher greift. Ein Korkenzieher ist dagegen tabu: Der Druck kann den Korken samt Werkzeug herausschleudern. Bricht der Korken ab, lässt sich der Rest meist mit einer Zange vorsichtig herausdrehen. Passende Gerichte zum geöffneten Rosé-Champagner stellt die Seite Rosé-Champagner zu Speisen vor, und die Verkostung von Rosé-Champagner beschreibt, worauf man im Glas achtet.
















